Halbzeit!!!!
6 Monate geschafft!!!
Die Hälfte ist tatsächlich schon rum. Die Zeit verging ja wie im Fluge!
Und jetzt verändert sich auch nochmal alles!
In Jonathans Kindergarten wurde fast die gesamte Belegschaft ausgetauscht.
Bei unseren beiden Kindergärten kommen jetzt kleinere Kinder dazu und die großen werden eingeschult.
Uuuund, fast alle Freiwilligen sind wieder zu Hause. Gestern Nacht flogen die letzten, und heute Abend kommen schon die Neuen!
Ist das aufregend!!!
Anpfiff zur zweiten Halbzeit!!!
Laura und Jonathan
PS: Das Feuerwerk ist übrigens das große Finale der Menningarnótt gewesen, der Kulturnacht in Reykjavík. Dieses Jahr müsste gleichzeitig sogar der 350. Geburstag der Stadt gewesen sein.
Den ganzen Tag hatten Galerien geöffnet und Bilder z.T. reduziert verkauft. Es wurden Waffeln und Blumen verschenkt. An jeder Ecke im Zentrum Reykjavíks waren Konzerte. Ob im Park mit einer riesigen Bühne oder eine kleine Band vor einem Buchladen. Sogar in einer Bank gab es Konzerte. Und, wo sonst Menschen von Geschäft zu Geschäft huschen, wurde Salsa getanzt. Auch ein kleines Vikingerfest gab es. Das alles bei schönem Wetter. Das war toll.
Hallöööchen :) In diesem Blog werden wir über unsere Abenteuer im Land der Elfen und Trolle erzählen: Island. Dort machen wir ein FSJ mit dem ICJA in verschiedenen Kindergärten und sind natürlich schon meeeega gespannt! Danke nochmal an alle fleißigen Spender, dieser Blog ist besonders für euch!
Dienstag, 23. August 2016
Sonntag, 21. August 2016
Im Ford durch die Westfjorde (und anderswo)
Wir sind wieder "wieder da".
Knapp einen Monat haben wir den Blog jetzt unbeachtet gelassen und nun ändern wir das wieder.
Während unserer "Abwesenheit" waren wir noch einmal reisen, mit unseren Freunden Nell und Lukas.
3 Tage in den Westfjorden, 1 Tag Snæfellsnes und 1 Tag Golden Circle. Alles mit Zelten.
Tag 1: Am ersten Tag mussten wir am meisten Strecke hinter uns legen, um so viel wie möglich zu sehen. Der Tag lässt sich mit einer Zahl sehr gut zusammenfassen. 700. Kilometer. Das war die Strecke, die wir sowohl auf wunderbar asphaltierten Straßen als auch auf Schotterstraßen zurücklegten (natürlich mit adequaten Pausen). Als erster Eindruck von den Westfjorden ist mir instinktiv aufgefallen, dass es nicht zu vergleichen ist mit dem Rest von Island. Es ist ähnlich, aber doch komplett anders. Es ist so unglaublig hüglig und so verwinkelt. Fast schon verwunschen. Alles wirkt so riesig. Es begegnen einem tatsächlich (wer hätte das noch für möglich gehalten) NOCH weniger Autos als im Rest von Island. Immer mal wieder sieht man eine einsame Farm oder eine Ansammlung, die dann schon gleich eine Stadt ist. Aber ansonsten: Nichts, nur pure Natur. Riesige Berge direkt neben dem Wasser, sehr starke Abstufungen.
Unsere
Rast für die Nacht erreichten wir im strömenden Regen. Bis kurz davor
hatten wir entweder nur ein paar Wolken oder Sonnenschein, aber als wir
ankamen regnete es. Na toll. Schnell Zelt aufgebaut und alles nach einen
Grill abgesucht. Gesucht gefunden. Danach gings ans Grillen (Im nunmehr
nur noch leichten Nieselregen). Danach war es schon etwa 0 Uhr, da wir
erst gegen 10 angekommen waren. Es war immer noch hell draußen und wir
entschlossen uns, zur Feier des Tages in den Hotpot der Anlage zu
begeben. Gute Entscheidung! Wir saßen im Endeffekt bis 3 Uhr nachts in
dem Hotpot, beobachteten den Himmel und quatschten miteinander. Dann
irgendwann gingen wir totmüde ins Bett. Wir hatten deutlich mehr an
Strecke geschafft, als wir gedacht hatten, also schliefen wir aus.
Tag 2:
Putzmunter (als ob) fuhren wir dann irgendwann gegen Mittag los. Es
ging erstmal weiter durch die verwunschene Fjordlandschaft. Unser erster
"Sightseeing-Halt" war an einer eigentlich recht unscheinbaren Stelle.
Nur ein paar Felsen mit seeeeeehr viel Seegras auf ihnen. ABER: auf den
Felsen lümmelten Robben rum. Und wir konnten sogar recht nah rangehen.
Echt niedliche Viecher.
Einige
Tunnels, Berge und "Städte" später und viel viel Natur später kamen wir
dann auch schon an unserem zweiten Schlafplatz an.
Der war echt der Hammer. Ich liste auf:
Ein Campingplatz
an einem Fjord
mit Klo
an einem Fluss
unter einem 100-METER HOHEN WASSERFALL
GRATIS
Der Wasserfall war echt unglaublich. Wir konnten bis direkt an das untere Becken des Wasserfalls rangehen. Von dort ging der Wasserfall noch weiter in Kaskaden von weiteren Wasserfällen. Genug geredet, ich lasse die Bilder für sich sprechen.
Es
gab zwar leider keine Dusche, aber unser Plan war nicht zu duschen am
nächsten Morgen, aber dafür an einem Hotpot unterwegs anzuhalten. Dazu
gleich mehr.
Wir
beendeten den Tag an einem der unteren Wasserfälle und machten uns
dieses Mal vergleichsweise früh ins Bett, um am nächsten Morgen schnell
unterwegs sein zu können. Unsere Handtücher waren zu diesem Zeitpunkt
komplett durchnässt und auch meine Schuhe waren nicht mehr das, was man
als trocken bezeichnen würde. Gutgläubig hängten wir alles über die
Nacht über und ins Auto.
Tag 3: Meine Schuhe waren nicht mehr zu retten. Komplett durchnässt. So wie alle anderen Sachen auch. Und ich hatte keine Ersatzschuhe dabei. Also fuhr ich nur in Socken. Dann kam der Sonnenschein. Wie gemacht für eine Reise zum westlichen Punkt Islands.
Unterwegs machten wir an dem vorhin benannten Hotpot Halt. Was für eine glorreiche Entscheidung. Es war ein kleines Becken mit warmem Wasser direkt am Fjord. Man musste nur 4 Meter laufen und schon hätte man im Nordatlantik baden können. Das taten Lukas und Ich dann auch. Zweimal. Herrlich.
Auf dem Rückweg hielten wir auch noch am "Roten Strand", wo sich vor uns ein riesiges Watt erstreckte. Schuhe hatte ich sowieso schon keine mehr an, also zog ich die Socken auch noch aus und ab gings. Die Anderen waren dem eher abgeneigt, also wanderte ich alleine am Rand und der Rest auf dem begrasten Wiesen, die das Watt säumten. Wir kehrten aber um, bevor wir das Ende der Wiesen erreicht hatten aus Zeitmangel. Zurück beim Auto trocknete ich meine Füße, stellte noch kurz die Schuhe raus zum Trocknen (Es war herrlicher Sonnenschein) und wir aßen noch eine Kleinigkeit. Tür zu und los. Ein paar Kilometer später fiel mir etwas auf. Meine Schuhe waren nicht mehr im Auto. Sie standen und stehen vielleicht bis heute noch auf dem Parkplatz.
Der Rückweg war eher ereignislos, wir alle waren ausgepowert von den letzten beiden Tagen.
Spätabends kamen wir wieder in Reykjavík an und legten uns sofort schlafen.
Tag 4: Die Reykjavík Gay Pride Parade war in der Stadt und es waren so unglaublich viele Menschen da, mehr als bei der WM oder den Panama Papers. Und das um Längen. Es war so bunt, so schrill, so laut, jeder schien auf den Beinen zu sein. Hier werde ich ein Bild einfügen, dass dieses Event recht gut zusammenfasst.
Tag 5 und 6 werde ich nicht weiter auflisten, weil wir schon so oft darüber geschrieben haben. Es hat sich nicht viel geändert dort, es ist immer noch die selbe abwechslungsreiche Halbinsel.
Nun
ja, nicht ganz ereignislos. Als wir an der Spalte im Berg waren,
trauten Lukas und Ich uns weiter hinein als wir jemals zuvor waren. Der
Fluss wurde immer stärker, die Felsen steiler. Und die Felswände rot!
Leider hatten wir keine Kameras dabei. Aber nächstes Mal! Es war eine
vollkommen andere Erfahrung der Spalte. Sonst jedoch gibt es leider
nichts Neues.
Irgendwann mussten Nell und Lukas dann aber auch wieder.
Und dann waren wir wieder allein..
Naja, abgesehen won den anderen 7 Leuten in unserer WG.
Aber
auch das wird sich bald ändern. Die alten Freiwilligen beenden jetzt so
langsam alle ihr Jahr. Einer ist schon weg, die nächsten fliegen heute.
Wer weiß, was die Zukunft bringt.
Bis dann von Island,
Laura und Jonathan
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