Sonntag, 29. Januar 2017

The Final Countdown

Noch weniger als ein Monat. Dann ist alles vorbei. Wow.

Schon jetzt denkt man ans Packen und wieder die Fragen: was kommt mit, was bleibt hier?
Oder auch wie schwer der Abschied sein wird. Oder wie groß die Freude, nach Hause zu kommen. So viel schwirrt im Kopf herum.

Wir haben so viel erlebt in dieser Zeit, so viele neue Menschen kennengelernt.

Gerade noch war man erstaunt, dass ein Monat um ist. Plötzlich stand der Halbjahresbericht an und jetzt haben wir schon den Abschlussbericht eingereicht... Und in einem Monat gehts Heim...
Diese Berichte sollten für den ICJA eine Art der Reflektion darstellen, wo sie einen Einblick auf das Partnerprojekt und den generellen Aufenthalt erhalten sollten. Ferner werden diese Berichte auch an das deutsche Bundesministerium für internationale Zusammenarbeit weitergereicht.
In diesen Berichten sollten wir unsere generelle Zufiredenheit thematisieren, ebenso wie wir in unserem Projekt zurechtkommen. Wir sollten auch die Projekte an sich beschreiben, damit die Gremien auswerten können, ob sie dort weiterhin Freiwillige senden werden. Beide Berichte unsererseits sind wie eine grobe Zusammenfassung des ganzen Jahres, jedoch meist recht einfach erörtert. Vieles, wie unsere gelegentlichen Probleme, sind dort nicht mit eingeflossen, weil es für das Bundesministerium nicht weiter relevant wäre.
Dennoch wollten wir euch die Möglichkeit geben, diese Berichte zu lesen. Wenn ihr möchtet.

Donnerstag, 26. Januar 2017

Þorramatur - Vom Hai bis zum Schafshoden

Knapp 2 Wochen lang würdigen die Isländer ihre traditionelle Küche. Im Bonus gab es so vieles reduziert.

Als durften wir dann auch probieren:
Schafskopf, Schafshoden, Gammelhai und Wal.
Eeeecht merkwürdig

Laura hat bereits im Kindergarten probiert und ich dann erst zuhause.

Schafskopf:
"Svið ist ein traditionelles Gericht in Island. Es handelt sich um schwarzgesengte Schafsköpfe, wie sie beim (Haus-)Schlachten anfallen. Svið wird in Supermärkten als Tiefkühlware angeboten. Durch das Abbrennen wird das Fell entfernt. Heute werden die Köpfe als Tiefkühlkost gelagert und auch angeboten. Vor dem Auftauen und Kochen wird die äußere Schicht abgeschabt. Es verbleibt ein Aroma wie beim Räuchern."  - Wikipedia
 Wir hatten nur kleine Würfel, nicht den tatsächlichen Kopf da. Sie sahen schon nicht sehr appetitlich aus. Der Geschmack war nicht viel besser. Laura war der Meinung, sie würden doch gar nicht so schlecht schmecken, sie hätten etwas Rauchiges. Ich konnte es nicht runterschlucken. Es gelang mir beim besten Willen nicht. Es war einfach zu fest und gleichzeitig wabbelig.

Gammelhai:
"Hákarl ist eine isländische Spezialität, die aus fermentiertem Fleisch des Grönlandhais besteht. Geruch und Geschmack des Gerichts sind sehr intensiv. Da Haie beim Atmen auch ihren Salzhaushalt regulieren, um leichter auf- bzw. abtauchen zu können, ist ein starker Salzgeschmack die Folge. [...] Dem Gericht werden in Island verdauungsfördernde Eigenschaften zugeschrieben, beim Verzehr größerer Mengen kann es zu Durchfall kommen." - Wikipedia
Wo soll ich anfangen? Als würde man auf Gummi kauen. Widerlich. Kurze Zeit dachte ich, ich könnte es schaffen. Dann überkam mich der Würgereiz. Ich spuckte den Hai so schnell es ging aus. Danach war ich nicht mehr so scharf auf Hoden und Walfleisch. Nur Laura fand ihn eigentlich ganz gut.

Schafshoden:
"Súrsaðir hrútspungar, in Molke eingelegte Hammelhoden, teilweise auch als Pastete zubereitet."  - Wikipedia
Walfleisch ist selbsterklärend denke ich.
Beschreibung von Laura; Beides seehr sauer und eine weiche, gummiartige Konsistenz. Insgesamt meinte sie, der Schafskopf hätte am Besten geschmeckt.
Ich konnte mich dem nicht anschließen.
Aber jedem seine Meinung.

Das wars auch schon wieder von uns.
Auf ein baldiges Wiedersehen,
Jonathan und Laura

Montag, 16. Januar 2017

Þrettándinn - Bye Bye Weihnachten

Der 6. Januar hier in Island ist was Besonderes. Þrettándinn heißt nämlich "der Dreizehnte". Nachdem alle 13 Weihnachtsmänner nach und nach gekommen sind, sind sie am 6. dann auch endlich wieder verschwunden. Das wird gefeiert!

In der ganzen Stadt gibt es riesige Lagerfeuer, in denen Weihnachtsbaume brennen und mit denen auch die letzten Wintergeister vertrieben werden sollen. Es gibt Feuerwerke wie an Silvester und alle entfernen die Weihnachtsdekorationen.

An diesem Tag sollen aber auch merkwürdige Dinge passieren... Robben werden zu Menschen und Kühe fangen an zu sprechen. Ich habe davon nichts gesehen, aber vielleicht haben sich die Robbenmenschen auch einfach zu gut angepasst.

Aber genug gelabert. Macht euch selbst ein Bild!







Und ein paar Eindrücke im bewegtem Bild.




Zu Weihnachten haben wir übrigens gekocht und zusammen gespeist. Da es keine Geschenke gab, war es das auch schon. Zur Würdigung der britischen Geschenketradition haben wir auch alle zusammen gefrühstückt mit selbst gebackenem Brot. Danach ging es zu einer Weihnachtsfeier anderer Freiwilliger mit Hähnchen und Lamm. Nomnomnom
Am 4. Advent gab es, weil ein paar über Weihnachten nach Hause flogen, auch ein Weihnachtswichteln und internationales Weihnachtsessen. Jeder aus den Haus kochte was typisches aus seinem Land. Ich versuchte mich an Apfelrotkohl und Grünkohl, es gab gebratenen Rosenkohl (typisch britisch), bulgarische Baniza und viel mehr.




Wir hoffen, ihr hattet eine schöne Weihnachtszeit!
Laura und Jonathan

Dienstag, 3. Januar 2017

Im Citroën durch den Schnee bzw. Gleðilegt nýtt ár!

Das habe ich eigentlich schon vor einer Woche geschrieben... Warum das nicht veröffentlicht wurde, weiß ich nicht... Dann ebend jetzt :)




Gleðilegt nýtt ár! Oder auch Frohes neues Jahr!

Am letzten Tag des Jahres haben wir uns entschieden, bzw. ich wurde überredet, nochmal einen Ausflug zu machen. Bei knapp 4h Licht bot sich der Golden Circle an. Und außer Jonathan und mir hat den ja auch noch niemand gemacht. Es war das 5. Mal Golden Cirlce für mich, das 6. für Jonathan.
Erstmal mussten wir das Auto holen. Da kein Bus fuhr, mussten wir 30min durch den Schnee stapfen. Aber es hat sich gelohnt: wir wurden kostenlos geupgraded. Aus einem Ford Fiesta wurde ein Citroën C4 Cactus.
Wir fuhren bei Sonnenaufgang los, nach knapp 3 Tagen Schneesturm in Island (alle Inlandsflüge wurden gestrichen) war der Himmel endlich wieder klar. Der Schnee glitzterte und die tiefstehende Sonne gab der ganzen Landschaft eine einzigartige Atmosphäre.


Þingvellir besteht sonst aus einem breiten Bach, kleinen Flussarmen und vielen mit Wasser gefüllten Spalten. Doch eine riiiesige Eisfläche war stattdessen dort. Sogar einen Wegabschnitt hat die Eismasse mit sich gerissen, sodass man nur noch drum herum gehen konnte.




Den Geysir fand ich schon beim dritten Mal nicht mehr so spektakulär, doch dieses Mal war es richtig schön! Die Sonne stand genau auf Augenhöhe und schien durch die Dämpfe. Einzigartige Bilder entstanden.




Den Gullfoss konnten wir nur von weitem betrachten, da der Weg zu vereist und zugeschneit war, dass man sich nur alle Arme und Beine brechen würde.

Am Abend holten wir noch eine Freiwillige vom Flughafen ab. Wir hatten ja den Luxus eines Autos. Ihr Flug hatte 4h Verspätung, wie 6 andere Flüge auf der Anzeigetafel. Nur einer war mit 6min Verspätung vergleichsweise pünktlich.

Am Abend teilten wir Freiwilligen uns auf: die einen gingen Downtown zur Kirche, wir anderen wollten es etwas entspannter und gingen zum Perlan, wo man auf ganz Reykjavik sehen konnte - zu denen gehörten wir.
Es gab keinen Countdown oder irgendwas, sowieso war ab 9 der Himmel voller Lichter.
Auch war 15 Minuten vor Mitternacht mehr los als 15 Minuten danach. Da war anscheinend schon alles verschossen.
Aber die Islander wissen, wie man Silvester feiert.






Damit nochmal allen ein Frohes neues Jahr!