Freitag, 24. Februar 2017

Bless bless!

Jetzt ist es also so weit... Ein Jahr ist um.
Zeit auf Wiedersehen zu sagen!

Als erstes auf der Arbeit. Bei Jonathan lief das ganze etwas entspannter ab, ich musste sehr weinen und das letzte Mal, dass ich die Tür hinter mir zuzog, war der schlimmste Moment. Ich habe ein kleines Buch mit Bildern der Kinder geschenkt bekommen. Ich hinterließ ein Einhornkuscheltier für den Kindergarten. Jonathan bekam ein veganes Pflegeset á la Sælukot.

Dann hieß es Bye Bye zu unserem Zimmer. Unser geliebtes Zimmer. Ich erinne mich noch an den ersten Schock über dieses winzige Etwas und wie wir dann ein großes Bett bekamen, die Regale anbrachten, dem Zimmer unseren Charme gaben. Das Ganze musste leer gemacht werden...
Die Bilder sprechen da für sich.


Wir haben uns in Island verliebt und wollten auch dem Land und seiner atemberaumenden Schönheit auf Wiedersehen sagen. Also mieteten wir ein Auto und fuhren nochmal in 5 Tagen einmal um die Insel. Dieser Auflug war unvergesslich.
Rentiere, Schneestürme, Schlafen im Auto, Sonnenaufgänge über der Gletscherlagoone, eine leere Autobatterie, ein Flugzeugwrack Irgendwo im Nirgendwo, eingefrorene Reifen, wunderschöne Spiegelungen von Bergen im Wasser, das Schlittern von der Fahrbahn... Viel zu erzählen, was wir vermutlich später nochmal näher durchgehen müssen!


Jetzt sitze ich hier und schreibe diesen Eintrag. Unser Zimmer bewohnt schon jemand anderes, unser Fach in der Küche ist auch besetzt. Wir sind Gäste in unserem Zuhause. Ein merkwürdiges Gefühl. Morgen geht es dann zur Bank und zum Bürgeramt, alles abmelden. Abends eine letzte Pizzaparty bis es dann um 3 Uhr nachts zum Flughafen geht...

Nach Hause

Montag, 13. Februar 2017

Wie wir kriminell wurden


Okay, das ist ein etwas verwirrender Titel, nicht wahr?
Nun, lasst mich erklären.

Laura und Ich sind jetzt tättowiert.
Wir beide wollten uns als permantentes Andenken an Island tättowieren lassen und haben das im Endeffekt auch durchgezogen.
Warum sind wir deswegen kriminell?
Nun, es gibt eine Facebookseite, die auf satirische Art und Weise tättowierte Menschen stigmatisiert und mit ihren Posts darstellt, dass alle sogenannten "Tintlinge" automatisch Kriminelle sind.

Naja, zurück zu unserem Einstieg in die Kriminalität.
Der Termin war am 9.2. bei einer Auszubildenden Tättowiererin Downtown. Laura wollte sich den Vegvísir, der isländischen "Kompassrune" stechen lassen. Dieser soll (laut uralter isländischer Runenkunde) verhindern, dass man sich verirrt und dass man immer seinen Weg findet.
Laura sah darin für sich die Bedeutung, dass dieses Jahr ihr geholfen hat, ihren weiteren Lebensweg zu finden und sich zu entscheiden, was sie nach dem FSJ anstellen möchte.

Ich entschied mich für einen Bären, der "erfüllt" von Bäumen und Bergen ist. Dieses Tattoo hat für mich mehrere Auslegungsweisen. Der Bär repräsentiert darin mich und die Natur Island. Ich bin sozusagen erfüllt von diesem Land, von seiner atemberaubenden Landschaft und unbeschreiblichen Schönheit. Es gibt zwar eigentlich keine Bären in Island, aber da kommt die nächste Metapher ins Spiel. Ab und zu, alle paar Jahre, werden EisBÄREN nach Island von Grönland angeschwemmt auf Eisschollen. Sie verweilen meist nur kurz hier. So wie ich.
Bonus: Das Wappentier von Berlin ist ebenfalls ein Bär.








Damit, einen schönen Tag euch noch!
Auf ein baldiges Wiedersehen,
Laura und Jonathan

Donnerstag, 9. Februar 2017

Reykjavíks Winterlichtfest

Letztes Wochenende war in Reykjavík ein Lichtfest. Nicht vergleichbar mit dem Festival of Lights in Berlin, aber Reykjavík ist ja auch etwas kleiner.

Eröffnet wurde es an der Kirche Hallgrimskirkja mit einer Rede vom Bürgermeister (die wir verpasst haben). Danach wurde die Kirche in einen Vulkan verwandelt, begleitet mit dramatischer Musik im Hintergrund und summenden Drohnen in der Luft.





Irgendwie haben wir es geschafft, danach eine große Gruppe von Reitern auf Pferden zu verpassen. Wir wissen einfach nicht wie. Aber es soll sie gegeben haben.

Die Harpa hatte auch eine besondere Lichtinstallation. Das ganze durften nämlich wir gestalten. Auf der Internetseite paint.is kann man die Harpa anmalen und das ganze in Echtzeit sehen. Das haben wir natürlich ausprobiert und das war echt witzig!



Selbst jetzt noch gehe ich manchmal auf diese Homepage, um ein paar Touristen glücklich zu machen...

Ansonsten wurden ein paar weitere Gebäude in unterschiedlichen Farben beleuchtet aber das war es dann auch an Licht.


Am Freitag gab es dann in vielen Museen kostenlosen Eintritt und ein bisschen Programm, wie dass das Walmuseum dunkel war und man mit Taschenlampe alles erkunden durfte.

Samstag gab es tagsüber viele verschiedene Angebote wie einen 5km Lauf mit Leuchtbändern oder ein Lichtspielplatz für Kinder. Am Abend waren dann viele Schwimmbäder kostenlos, was wir uns nicht entgingen ließen!
Im größten Schwimmbad konnte man drinnen Kanu fahren und später gab es Live-Musik. Dafür war es aber auch sehr sehr voll...

Am Sonntag gab es dann abends eine Stunde keine Straßenbeleuchtung um "die Dunkelheit zu genießen" oder "auf Lichtverschmutzung aufmerksam zu machen". Ich habe beide Begründungen irgendwo gelesen.


Damit wünschen wir euch dann auch mal eine gute Nacht!
Laura und Jonathan