Sonntag, 29. Mai 2016

Multi-Kulti und versuchter Mord

Hallo hallo,
wir melden uns wieder aus dem bewölkten und regnerischen Island zurück.
Die Kinder in meiner Kindergartengruppe fangen an, immer mehr zu reden, was sehr angenehm für mich ist. Ich werde nämlich jetzt mal langsam etwas herausgefordert mit meinen Isländischkenntnissen. Auch mit den Erziehern unterhalte ich mich (wenn möglich) auf Isländisch. Natürlich klappt das nicht so ganz, deshalb ist es ein Englisch-Isländisch-Mix, der bisher aus etwa 20-30% Isländisch und 70-80% Englisch besteht. Aber ich arbeite daran, diese Diskrepanz zu verkleinern, wenigstens vielleicht auf 50/50.
Der Junge, der schon längere Zeit Anpassungsprobleme und gewalttätige Tendenzen hatte, hat sich letzte Woche selbst übertroffen. Er hat eins der anderen Kinder gewürgt. An sich schon fast nichts Besonderes mehr, das macht er schon recht häufig. Aber dieses Mal hat er so doll zugedrückt, dass das andere Kind nicht mal mehr schreien konnte, sondern nur Röcheln. Zum Glück ist uns das Röcheln aufgefallen, sonst wäre vielleicht wer weiß was passiert. Es wurde mittlerweile auch eine Psychiaterin eingeschaltet, die soll ihm jetzt ein wenig helfen, das zu unterbinden. Dennoch ist er so lang tendenziell eine Bedrohung für die anderen Kinder, was die Chefetage nicht so ganz einsehen will. Auch die Eltern der ganzen Anderen wissen von nichts.
Aber nun zu einem schöneren Thema:
Es gab eine Parade in Reykjavík!
Eine Multi-Kulti-Parade! (die hieß tatsächlich so)
Der Bürgermeister und eine kleine Ansprache vorab
Die Parade begann gestern etwa um 13 Uhr an der Hallgrímskirkja und ging bis runter zur Harpa. Viele viele Einwanderer erster und zweiter Generation hatten die Flaggen aus den Kellern geholt und (wenn vorhanden) traditionelle Kleidung angezogen. Vor allem aus dem hinterasiatischem Raum waren viele Länder vertreten. Nepal, Thailand, Vietnam, etc.
Einige wenige europäische Länder waren auch da, aber nicht eine Deutschlandflagge. Naja, Touristen nehmen eben keine Flaggen mit. Und wir haben auch erst am Treffpunkt drüber nachgedacht.
Das Video ist leider wieder nicht so gut geworden, Blogger scheint Videos nicht sehr zu mögen...
Die Parade an sich war aber sehr kurz und sehr nett, der Bürgermeister der Stadt war auch da und lief nur etwa 4-5 Meter vor uns. Ein sehr freundlicher und entspannter Mensch, er soll wohl letzte Woche ein paar Leute aus dem Büro zu Waffeln zu sich nach Hause eingeladen haben, undenkbar in Deutschland. Alle hatten einen Riesenspaß, es wurden Fahnen geschwenkt und die beiden Marschkapellen, die auch dort waren, lieferten sich ein "Musikduell". Ein oder zwei Polizisten begleiteten die Parade auf ihren Motorrädern, ab und zu durften auch kleine Kinder mitfahren. Unglaublich entspannte und freundliche Stimmung.

Angekommen an der Harpa gab es schon 2 Zelte draußen, wo sich viele Stände tummelten mit landestypischem Essen, manches davon sogar gratis. Es wurde viel gesungen, gegessen und gelacht. Drinnen gab es noch mehr Stände, nicht für Essen, sondern für alles Mögliche. Länder konnten an ihren Ständen Reisebroschüren austeilen, manche verkauften Kunst, Bücher, Musik, etc. Auch die Lögreglan, die Polizei, hatte ihren eigenen Stand und warb für sich.
Ein paar kurze Fakten zu Islands Polizei:
Kein isländischer Polizist trägt eine Handfeuerwaffe mit sich, nur einen Schlagstock, Pfefferspray und Handschellen. Trotzdem haben alle eine Ausbildung genossen im Umgang mit Feuerwaffen, da in den abgelegeneren Gebieten Waffen in den Polizeiautos sind. Diese dürfen jedoch nur hervorgeholt werden in absoluten Notsituationen. Die Polizei in Island hat in der ganzen Zeit, in der sie besteht nur einen Menschen und 5 Eisbären erschossen.
Naja, weiter im Text. Innen war alles voll mit Ständen, jeder hatte etwas anzubieten, es war eine unglaublich bunte Mischung. Wir bummelten etwas herum, ließen uns von der Menge treiben und gingen dann irgendwann wieder. Während dessen haben wir immer versucht, Flyer der Organisation zu verteilen. Da aber die gesuchte Altersgruppe sich nicht in der Harpa aufhielt, schlenderten wir noch durch die City und verteilten Flyer so gut es ging: in Restaurants, an ein paar Jugendliche im Buchladen, sogar einem Nagel an der Wand gaben wir einen Flyer. Wir gingen noch einkaufen und dann wieder zur WG, da eine Pizza-Party angesagt war.
Eine exzellente Idee, mal ganz am Rande, sehr weiterzuempfehlen!
Selbstgemachter Teig, selbstbelegt, super lecker.
Sehr netter Abend, definitiv. Dann hauten wir uns auch schon in die Kojen.
Ein schöner Tag ging zu Ende.
Heute wird ein eher fauler Tag, Laura strickt und malt, ich schreibe.
Apropos, Island wird langsam richtig grün! Die Wiesen und Bäume ergrünen und geben der Stadt ein ganz anderes Ambiente. Zusätzlich dazu wird es ja nicht mehr dunkel, in Kombination mit dem Grün sehr angenehm.

Bis dann vom großen, grünen Juwel des Atlantiks,
Laura und Jonathan

Samstag, 21. Mai 2016

Alles Gute! (nachträglich)

Woow im ganzen Trubel hab ich voll was vergessen!

Ich hatte Geburtstag!!! Whoop whoop!

Das war letzten Freitag, genau, der 13.
Ein bisschen wurde der ganze Tag von Heimweh überschattet, aber natürlich gab es auch schöne Momente.
Jonathan hat mir zum Beispiel Kopfhörer und Wolle geschenkt. Muss ja irgendwann auch mal anfangen mit dem Stricken wenn ich mir meinen eigenen Pullover machen will!
Im Kindergarten wurde mein Geburstag erstmal vergessen. Einer Betreuerin ist es dann doch wieder eingefallen und sie musste dann ganz schnell mal "zur Bank". Vor dem Mittag haben dann alle Kinder ein Geburtstagslied für mich gesungen und ich habe eine Tasse und isländische Schokolade geschenkt bekommen. Meine Mama kann das bestätigen, die ist richtig geil. Habe ich ihr zu ihrem Geburtstag geschickt, kam seeehr gut an.
Da es Freitag war, war ich schon ziemlich ausgelaugt von der Woche. Nach der Arbeit haben Jonathan und ich erstmal gemütlich Mittagschlaf gemacht, bevor wir zum Abendbrot bei einem günstigem Fastfood Restaurant essen gegangen ist. Ich vermeide hier mal Namen wegen Werbung und Scham.
Zu Hause haben wir dann meinen Lieblingsfilm geguckt.
An sich ein sehr entspannter Abschluss des Tages.

Am Dienstag ist dann auch das Geschenk  meiner Familie hier an. Es bestand zum größten Teil aus SCHOKOLADE! Dann noch einer Decke für unsere hässliche Couch, einem Föhn (benutzte seit meiner Ankunft nur einen kleinen Reiseföhn), einen daheimgelassenen, einhorntastischen Pullover und Knallfolie. Ein paar heimwehauslösende Briefe waren auch dabei.

So ein Geburstag fern ab von zu Hause löst schonmal mächtig Heimweh aus. Aber ich hab ja meinen Jonathan, der auf mich aufpasst :)

Schönen Sonntag euch!
Laura und Jonathan

Sooooo verdammt flauschig!


Nach Lauras erfolgreichem Kindergartentrip war ich dann auch mal dran. Laura durfte sogar mitkommen, vollkommen gratis.
Um 9:30 herum (wir waren eigentlich fast 20 Minuten zu spät) kamen wir an und der Kindergarten sah wie ausgetauscht aus. Draußen standen Tische und Stühle, Yogamatten lagen auf einem kleinen Hügel und manche Eltern putzten die Fenster. Fast alle Kinder waren mit Eltern da, hieß für mich ich musste auf niemanden aufpassen. Sehr angenehme Erfahrung. Erst gab es den "Morgenkreis", da der Kindergarten damit werbt, dass die Kinder Yoga machen und somit wird morgens "gebetet" (auf Hindi/Isländisch) und Yoga gemacht. Komische Veranstaltung.

Danach gings zum Mittagessen, das (wer hätte das gedacht) tatsächlich genießbar war. Es war ein bisschen so wie ein Sommer/Gartenfest. Kinder rannten herum, Eltern haben sich unterhalten, sehr entspannte Atmosphäre. Um 10:30 sollte dann der Bus kommen, um uns alle zusammen zum "Zoo" zu karren, wie er von allen so schön tituliert wurde. Tatsächlich los ging es dann aber erst um 11. Nicht weit außerhalb der Stadt war der "Zoo" dann auch schon. Ein Haustierzoo. "Also ein Bauernhof?" meinte ich zu einer der anderen Erzieherin. "Nein, hier darf man die Tiere angucken und streicheln." Aha...Der Kompromiss war dann für mich der Begriff "Streichelzoo". Im Prinzip war es eine kleine Farm, die Schafe, Pferde, Hühner, Tauben, Kaninchen, Meerschweinchen, Hunde, Katzen und sogar einen Islandfuchs hatte und die da so rumstromerten (nicht alle natürlich). Wir hatten echt Glück mit dem Timing, denn momentan werden die ganzen Lämmer geboren. Eins von den kleinen Lämmern (erst 30 Stunden alt zum Zeitpunkt unserer Ankunft) war von seiner Mutter abgestoßen worden nach der Geburt, weil es zu spät gekommen war und rannte jetzt einer der Arbeiterinnen hinterher wie ein Hund. Es war sooooo flauschig!!!
Dazu kam noch, dass die Hofkatze kürzlich geworfen hatte, hieß es gab auch kleine Babykatzen! Und kleine Minikaninchen! Es war sooo süß! Tut mir leid, aber das war echt wie ein Tierbabykalender, nur eben echt.
Die Pferde waren auch echt hübsch, viele hatten geflochtene Zöpfe in ihren Mähnen. Eins hat mich gebissen in den kleinen Finger und einfach nicht losgelassen. Den Abdruck sieht man immer noch. War aber halb so wild. Wir haben uns mit einer der Arbeiterinnen unterhalten und es stellte sich heraus, dass sie aus Hamburg kam und auf der Farm nur Urlaub machte. Kost und Logis bekam sie von den Besitzern der Farm, im Gegenzug arbeitet sie. Eigentlich nicht übel.
Wir freundeten uns ein wenig an und bekamen eine kleine Erklärung zu allem und eine "Miniführung". Wir durften auch das kleine alleingelassene Lamm ganz lange halten, Laura war sehr angetan. Ich durfte die Füchsin füttern (mit Katzentrockenfutter) und wir durften beide die Katzenbabys halten. Ein außerordentlich guter Tag!
Um halb 4 gings dann leider auch schon zurück, wir wollten eigentlich noch länger bleiben, aber ohne Bus wären wir aufgeschmissen gewesen. Aber es war echt idyllisch da, auch mit den ganzen Kindern. Einfach ein bisschen raus aus der City und schon hat man lauter Tierbabys.
Der Tag war tatsächlich perfekt. Zurück am Kindergarten nahm uns eine Mutter mit zu unserer Wohnung, es stellte sich heraus, dass sie vor etwa einem Jahr unter der Freiwilligen-WG gewohnt hatte und immer noch um die Ecke wohnte. Nicht mit Bus fahren, perfekt!
Es konnte nicht mehr besser werden.
Und so perfekt ging der Tag auch zuende.
Am Ende kommen jetzt auch mal wieder ein paar Fotos von dem Trip. Und ein einzelnes vom Sonnenuntergang. Um 11 Uhr!
Es wird nicht mehr wirklich dunkel hier. Noch gewöhnungsbedürftig.
Schöne Grüße aus Island und einen schönen Samstag euch noch!
Jonathan und Laura


Hungriges, verstoßenes Lämmchen
Pure Freude
Lämmer sind sooooooooooooooooooooooooo süß!

Miaaauuuu

Kätzchen versteckt sich im wärmenden Schal
Vorsicht: Bissig.
Das schwarze Schaf der Familie... Badum Tsss
23:00 Uhr. Es dämmert.

Mittwoch, 11. Mai 2016

Wie unterschiedlich es doch sein kann

Hallo hallo!
Ich erzähl mal wieder von Arbeit. Hatte zwei so komplett unterschiedliche Tage...

Gestern war Chaos. 20 Kinder und nur 2 Betreuer... Eine Betreuerin dauerkrank wegen Wirbelbruch, die andere auf einem Seminar, der nächste führt Elterngespräche und die eine kommt nicht ohne anzurufen. Also nur zwei gegen eine 20-köpfigen Chaosarmee. Klingt nach Spaß!
Aus den anderen Gruppen sind natürlich welche helfen gekommen, auch die Chefin des Kindergartens hat in jeder freien Minute geholfen, aber man wusste halt auch nie, wie viele helfen kommen, wir waren teilweise nur zu dritt.
Vormittags haben wir dann zwangsweise die Kinder nach draußen geschickt, weil dort ja auch genügend weitere Betreuer zum Aufpassen waren. Ich hab drinnen aufgeräumt und alles für das Mittagessen und den Mittagschlaf vorbereitet und bin dann aber auch noch raus, es mangelte echt an allen Enden.
Beim Mittag war ich das erste Mal allein mit 7 Kindern... Und die haben nur Scheiße gemacht. Egal wie laut ich "Ekki" oder "Nei" (Nicht und Nein) gesagt habe, egal wie oft ich ihnen Besteck weggenommen und die Arme zurück an den Tisch gezogen habe, die haben mich so ziemlich ignoriert und weiter gemacht. Die Sprachbarriere hat da natürlich auch nochmal ihren Teil dazu beigetragen. Am Ende wurde mir aber versprochen, dass ich das nicht nochmal allein machen muss. 7 Kinder allein zu händeln ist auch für die andern nicht einfach. Aber ich hoffe, dass ich später das nochmal machen kann, ziemlich enttäuschend fand ich das schon, wie machtlos ich einfach war.
Beim Mittagschlaf sind die Kinder zum Glück ein bisschen runtergekommen, aber leider war der ziemlich kurz.
Eigentlich hätte ich danach meine Pause gehabt, aber dann wäre eine Springerin allein gewesen mit den 15 wachen Kindern und das fand ich unzumutbar weswegen ich da blieb. Nach den anderen wollte ich dann aber auch nicht meine Pause machen, da ich dann nur noch 20 Minuten gearbeitet hätte vor dem Feierabend, daher ließ ich die Pause komplett sausen. Bei so einem Ausnahmetag muss man halt mal Kompromisse eingehen.
Als Alle aus der Pause wieder kamen, beruhigte sich die Situation langsam, da genug Helfer da waren. Ich machte dann noch das Vesper mit den Kiddies, was ich mittlerweile gut händeln kann. Brote vorgeschmiert und dann geht das auch fix, wenn die mehr wollen. Zwischendurch immer wieder deutlich "Sestu" (Setz dich) sagen, ohne Besteck können sie ja zum Glück auch nicht viel mehr Unsinn machen.
Der Betreuer war dann irgendwann fertig mit den Elterngesprächen und kam zu mir, hat sich über den Tag unterhalten, nochmal Stresstipps gegeben und sich für meinen Einsatz bedankt. Die Pause bekomme ich irgendwann mit einem früheren Feierabend angerechnet. Auch kam wieder die Frage, ob ich hier nicht anfangen will zu arbeiten. "Meine Eltern würden mich dafür hassen." - "Keine Sorge, bekommst ein Paar Eltern von mir, habe zwei." Soweit wird es aber nicht kommen, keine Sorge :D
Punkt 15 Uhr wurde ich dann nach Hause geschickt, obwohl ich eigentlich noch das Vesper aufräumen wollte, aber ich wurde nicht gelassen.
Zu Hause habe ich erstmal meine verschwitzten Sachen gewechselt und eine halbe Stunde geschlafen, bevor es zum Sprachkurs ging.

Heute dann der komplette Gegensatz.
Heute war ein Ausflug zu einem Park am Rand von Reykjavík. Und (fast) alle Eltern sind mitgekommen. Nur auf ein Mädchen mussten wir aufpassen.
Als ich um 9 ankam, waren nur wenige Kinder da, 10 vielleicht. 15 Minuten später kamen dann die Eltern und ein paar Kinder mehr. Den Rest der Bande trafen wir am Bus vor dem anderen Kindergartenhaus (wo die ganz Kleinen sind).

Innerhalb von 15 Minuten waren wir dann auch schon am Park, wo alle erstmal eine kleine Runde auf Islandpferden reiten konnten. Ich habe eigentlich nur Fotos gemacht, musste ja auf niemanden aufpassen. Danach eine Pylsur-Party, also Hot Dogs. Nomnomnom. Ich habe noch ein paar Kinder auf einem Karussel angeschubst und dann gings schon wieder zurück. Der ganze Ausflug dauerte 2,5h.
Ein paar Kinder gingen dann nach Hause, ein paar wurden wieder in den Kindergarten gebracht. Der Abschied fiel allen suuuuper schwer. Ein Mädchen, was normalerweise leise und ruhig ist, weinte so extrem, das es fast schon nach einem Exorzismus klang. Ein bisschen geschockt waren wir da ja schon.
Statt Mittagschlaf gabs eine Ruhezeit wo eine Geschichte vorgelesen wurde. Ich hatte währenddessen Pause und schaute ein bisschen Nachrichten.
Danach waren wir zu fünft und mussten auf vielleicht 10 Kinder aufpassen. Eigentlich haben wir nur gequatscht und einer ist zwischendurch mal aufgesprungen um nach dem einen oder anderen weinenden Kind zu gucken.
Heute war also zusammengefasst ein sehr entspannter Tag. Sehr schön nach gestern.

Nunja, ich hoffe ihr genießt die 25 Grad und den Sonnenschein.
Wir haben 8 Grad und Wolken.
Aber die Nacht wird hier mittlerweile nicht mehr dunkel. Immer dämmert es am Horrizont und um 23 Uhr ist es noch hell. Das ist super verwirrend beim Aufwachen, wenn es aussieht wie 7 Uhr, aber eigentlich ist es um 3 oder 4.

Nunja, einen schönen Abend erstmal noch!
Laura und Jonathan

Sonntag, 8. Mai 2016

Im Suzuki durch Südwest-Island

Endlich Besuch!
Jonathans Vater ist letzten Sonntag gekommen und bis Samstag Nacht geblieben. Das mussten wir nutzen und sind schick rumgereist.
Also bereitet euch wieder einen Tee vor, es könnte lang werden.

Am Sonntag haben wir erstmal eine Sightseeingtour gemacht. Um 16 Uhr war Jonathans Vater da und um 20 Uhr waren wir auch schon wieder mit der Tour fertig.
Es ging zur Hallgrímskirkja, zum Stadtzentrum um Laekjatorg, zur Harpa, ein paar Nudeln im winzigen Apartment kochen, zur WG und zum Perlan. Viel mehr gibts ja nun leider nicht zu sehen. Jonathans Vater wohnte in einer Art Villenviertel. Die Häuser unterschieden sich zumindest ziemlich stark von denen in unserer Gegend, die ziemlich alt aussehen. Das Apartment war dagegen ein klein wenig enttäuschend von außen, aber von innen nicht übel.

Am Montag nach der Arbeit dann der erste Ausflug: zu einem heißen Fluss in der Nähe von Hveragerði. Von Reykjavík ist das auch nur knapp 30min entfernt. Man muss einmal durch den ganzen Ort durchfahren und sich nicht beirren lassen, dass man wieder nur in die Landschaft fährt. Wegweisend ist das Schild des "Hot River Café". Ohne das wären wir bestimmt auch wieder umgedreht. Doch wir erreichten den kleinen Parkplatz. Noch schnell ein paar Kekse gemampft, was getrunken und warm angezogen, denn der Wind machte wieder auf sich aufmerksam. Von den WG-Mitbewohnern haben wir gesagt bekommen, dass man von da aus eine Weile laufen muss, 30 Minuten vielleicht. Die Infotafel zeigte uns dann einen 4km langen Weg durchs Gebirge... Also bestimmt keine 30 Minuten... Doch wir wollten es zumindest versuchen. Also ging es los. Bergauf. Immer nur bergauf. Vorbei an steilen Hängen, über Trampelpfade, das Ziel nicht sehend. Bei jedem aufsteigenden Wasserdampf dachten wir uns: ,,Da muss es jetzt aber sein!", war es aber nicht... Bei jedem Hügel: ,,Dahinter jetzt aber!" Nichts... Irgendwann dachten wir uns, jetzt ist es auch zu spät umzukehren, wir sind schon so weit gekommen, irgendwann muss der Fluss ja kommen!
Ich fragte irgendwann uns entgegen kommene Wanderer: noch 15 Minuten. 15 Minuten! Endlich. Die Euphorie packte uns und wir liefen nochmal etwas schneller. Heiße Wasserlöcher tauchten nach und nach auf und plötzlich hinter der einen Kurve, hatten wir es eeeendlich geschafft! Nach 1,5h laufen und laufen... Endlich am Ziel. Also Badesachen angezogen und ab ins Wasser. Und es war sooo schöööön warm!!! Da wollte man nicht mehr raus, zumal draußen 3 Grad waren... Zur Feier des Moments zeigte sich auch die Sonne. Während des Aufstiegs war es ja ein ständiger Wechsel aus Sonne und Regen, alle 5 Minuten wechselte das Wetter. Und so gings es auch weiter. Wir lagen gemütlich 10 Minuten lang im Wasser, als es plötzlich anfing zu schneien... Mit dem starken Wind glich das schon einem kleinen Schneesturm. Und unsere Sachen lagen einfach draußen rum... Also nach einem kurzen Bad stiegen wir doch schon wieder raus und packten unser Zeug zusammen. Nicht, dass die Kameras noch nass werden! Fix angezogen und wir machen uns auch schon wieder zurück... Aber den Fluss werden wir garantiert nochmal besuchen, vielleicht im Sommer ohne Schneestürme. Der Weg zurück ging ein bisschen schneller, da es ja nur bergab ging. Ich hatte nur leider die falschen Schuhe an, wodurch bergab leider nicht leichter wurde als bergauf. Aber irgendwie mussten wir ja runter. Das Wetter zeigte wieder, wie abwechslungsreich es sein kann. 5 Minuten Sonne, 5 Minuten Regen, 5 Minuten Sonne, 5 Minuten Schnee. Immer im Wechsel. Und das insgesamt über 3h lang... Welcome to Iceland.

Badestelle
Am Dienstag hatten Jonathan und ich ja zu arbeiten und auch unseren Sprachkurs. Also schickten wir Jonathans Vater auf eigene Faust los zum Hraunfossar, dem Wasserfall, der aus einem Lavafeld fließt. Ihm hat es genauso gefallen wie uns damals.
Zum Abendbrot machten wir gemeinsam Gemüseschnitzel, also in Scheiben geschnittenes und paniertes Gemüse. Dauerte Ewigkeiten und am Ende hatten wir auch viel zu viel, aber es war ausgesprochen lecker.

Mittwoch ging es dann los. Wieder nach Snæfellsnes! Yaaaay! Nach der Arbeit sind wir direkt losgefahren. Unser Ziel war erstmal nur Stykkishólmur und unser alt bekanntes Hostel. Auf dem Weg machten wir nochmal Stop an den Basaltsäulen Gerðuberg und auch wieder am Strand Ytri-Tunga. Dort waren jetzt sehr viel mehr Vögel unterwegs und auch ein paar mehr Robben. Auch der Wind war sehr viel stärker als beim letzten Mal. Eine paar Robben konnten wir beim Spielen im flachen Wasser beobachten.
Als wir dann wieder im Auto saßen, fing es auch sofort wieder an zu regnen. Perfektes Timing. Generell ließ sich die Sonne selten blicken, manchmal brachen einzelne Sonnenstrahlen weit entfernt durch die dicke Wolkendecke, ein schöner Anblick.
In Styykishólmur besuchten wir nach dem Abendbrot natürlich auch nochmal den Leuchtturm auf der Insel Súgandisey, nur etwa 5 min vom Hostel entfernt. Ein wunderbarer Sonnenuntergang bot sich uns.
Voller Vorfreude auf den nächsten Tag gingen wir schlafen.

Sonnenuntergang in Stykkishólmur
Donnerstag testeten wir das Frühstück des Hostels. Letztes Mal verpflegten wir uns ja selbst. Doch das Frühstück war sehr gut. Gestärkt und ausgeruht fuhren wir los.
Erster Stopp: der Kirkjufell und dem Wasserfall gegenüber. Der Berg fing den Wind super ab, wodurch es fast windstill war und wir problemlos den Wasserfall betrachten konnten, ohne dass das Wasser uns entgegen kam. Auch führte der Wasserfall und der Fluss weniger Wasser. Die "große Schmelze" ist also schon vorbei gewesen. Dadurch kam man aber auch sehr viel näher an den Wasserfall ran, da viele Steine und eine kleine Insel nun trocken lagen. War schon echt witzig hin und her zu klettern und zu gucken, von wo man den besten Blick hat.
Als nächstes wollten wir eigentlich eine kleine Kiesstraße zu einem Strand lang fahren, landeten aber an einem sogenannten irischen Brunnen. Der bestand eigentlich nur aus einer Treppe in den Boden, wo es dann aber auch nicht weiter ging. Aber geziert wurde die Treppe von einem Walwirbelknochen, der auf der Öffnung lag. Interessanter Anblick, so ein halbbemooster, fast schwebender Wirbelknochen.
Als nächstes fuhren wir zu einem meiner Lieblingsplätze: dem Djúpalónssandur. Erst fährt man durch ein riesiges Lavafeld, parkt auf dem Parkplatz und läuft runter zu diesem großen Kiesstrand. Die verrosteten Wrackteile, die scharfkantigen Basaltfelswände, der Kontrast zwischen den blau-weißen Wellen und dem schwarzen Strand. Das alles macht diesen Ort so atemberaubend für mich. Jonathan hatte schnell einen Platz gefunden auf einem Felsen und genoss den Ausblick, während ich meiner Fotoleidenschaft ein bisschen nachging.
Als nächstes hielten wir Malariff. Dort gibt es eigentlich nur einen Leuchturm, aber 20min Fußweg entfernt trifft man auf zwei Basaltfelse, die in den Himmel ragen. Der Sage nach sind das wohl zwei versteinerte Trolle. Jedenfalls läuft man erstmal durch ein Lavafeld und steht dann vor diesen riesigen Felswänden, um die man problemlos rumlaufen kann. Weiter unten braust das Meer vor sich hin und weiter oben nisten Möwen. Empfehlenswert das Ganze.
Wir hielten auf meinen Wunsch noch an einem verfallenem Haus, das in der Nähe vom Strand in der Gegend stand. Darin pfiff der Wind nur so durch, aber das Haus wurde eindeutig mal als Partylocation genutzt. Flaschenglassplitter und ein beschriebener Tisch zierten den Innenraum. 
Am Vogelaussichtspunkt in Hellnar hielten wir nur kurz und betrachteten das ganze aus dem Auto, da es wieder regnete und wir uns dann dagegen entschieden, noch runter zu laufen. Jonathan und ich kannten das Ganze ja schon.
Als vorerst letztes Ziel in Snæfellsnes war dann Rauðfeldargjá, der Spalt im Berg. Letztes Mal war der Weg zum Spalt ja schon sehr beschwerlich durch den vielen Schnee. Und der Eingang war komplett vereist. Dieses Mal war alles fast frei von Schnee. Der kam nämlich nur vom Himmel oder bildete eine Brücke über den Fluss, der aus dem Spalt kommt. Im Spalt drin war es fast schon magisch. Moos bedeckte die Wände, das Wasser floss in einem kleinen Bach vor sich hin und der Schnee rieselte leise herab. Ein bisschen wie zu einem Eingang zu einem Märchenwald wirkte das ja schon.
Dann hatten wir es geschafft und schlugen den Heimweg ein. Der Wind ließ immernoch nicht nach. Jonathans Vater hatte echt teilweise Probleme beim fahren. Wir konnten uns hingegen entspannt umgucken. In der Landschaft sahen wir irgendwann weit entfernt etwas Weißes aufblitzen. Wir dachten uns nichts dabei, da vorn fährt nur ein anderes Auto. Doch der weiße Punkt kam immer näher und näher. Dann machten wir eine Vollbremsung: da lag doch tatsächlich ein Wohnwagen im Graben. Den hats einfach von der Straße geweht. Wir wollten helfen, aber die Insassen hatten schon alles geregelt. Die Polizei ist da gewesen und hat einfach ein gelbes Band an den Seitenspiegel gebunden. Freunde waren auch zum Abholen unterwegs. Also fuhren wir weiter. Nach Hause und ins Bett.

Wasserfall am Kirkjufell
Am Freitag haben wir uns noch frei genommen, Donnerstag war ja auch hier Christi Himmelfahrt. Für uns ging es dann den Golden Circle lang, eine Route für Toristen, die in wenig Zeit viel sehen wollen. Grundsätzlich führt der Golden Circle entlang an Þingvellir, am Geysir und am Gullfoss. Je nach Lust und Laune kann man dann noch andere Stationen anfahren. Und da ich unbedingt Þingvellir sehen wollte, bot sich die Route an.
Als erstes fuhren wir nach Þingvellir. Dort driften die eurasische und nordamerikanische Kontinentalplatten auseinander. Und dort bildete sich quasi das erste Parlament, Althing oder Alþingi. Hier ein bisschen mehr zur Geschichte.  Es wimmelte dort nur so von Touristen, aber der Anblick war nicht schlecht, ob nun die Schlucht oder die vom Þingvallavatn geprägte Landschaft dahinter. Immer wieder waren kleine Risse im Boden, zum Teil mit Wasser gefüllt. Und dieses Wasser war sooo unglaublich klar! Man konnte egal bei welcher Wassertiefe immer den Grund sehen, wo Geld glitzerte (trotz Verbotsschilder). Viele Vögel flogen umher, was die Landschaft noch friedlicher aussehen ließ als sie es schon war. An einer Stelle gibt es die Möglichkeit, quasi zwischen den Kontinenten zu tauchen oder zu schnorcheln. Wir überlegten, spontan mitzumachen aber allein das Schnorcheln kostete über 100€ pro Person. Nein danke. Lieber schickten wir die GoPro auf einen kurzen Tauchgang.


Nach einem ausgiebigen Spaziergang durch das ganze Gebiet fuhren wir weiter.
Nächster Stop: Der Geysir.
An sich ist das ganze ein größeres geothermales Gebiet mit mehreren heißen Quellen. Dort ist der Vater aller Geysire in Island. Da der aber das letzte Mal nach einem Erdbeben 2000 augebrochen ist, ist der eher langweilig. Spannender ist da schon der Strokkur, übersetzt Butterfass, der alle 5-20 Minuten ausbricht. Das macht dann wieder mehr Spaß! Ich bin jedes Mal zusammengezuckt als er plötzlich ausbrach. Aber wir haben uns sehr viel Mühe gegeben alles zu filmen!


Weiter ging es dann zum Gullfoss Wasserfall. Der ist nicht sehr hoch, aber transportiert unglaublich viel Wasser. Auch hier waren wie schon Þingvellir und am Geysir Hunderte von Touristen. Aber so ist das wenn man auf DER Touristenroute Islands unterwegs ist. Der Wasserfall an sich aber war schon sehr imposant. Er floss mehrere Stufen hinunter und am Ende in eine Schlucht. Sah schon nicht schlecht aus. Es gab wohl um 1900 mal Pläne, dort ein Kraftwerk zu bauen. Doch die damals dort lebende Sigríður Tómasdóttir setzte sich dagegen ein und jetzt käme eine noch etwas längere Geschichte, die aber kurzgefasst damit endet, dass sie als die erste isländische Umweltaktivistin angesehen wird. Bravo! Aber wirklich, der Wasserfall ist zu schön für ein Kraftwerk. Der Gullfoss heißt übersezt Goldener Wasserfall und zur Namesgebung gibt es drei Theorien: 
1: Er leuchtet golden im Sonnenuntergang.
2: Bei Sonnenschein bildet sich ein Regenbogen in der Gischt. 
3: Ein alter Mann wusste nicht, wem er sein Gold vererbten sollte und warf es einfach in den Wasserfall. 
Was nun wahr ist, keine Ahnung. Aber schön ist er trotzdem.
Unser geplanter letzter Stopp war der Vulkankrater Kerið. Dieser ist nämlich, als die Magmakammer zur Ruhe kam, teilweise in sich zusammen gefallen und nun ist er ein Kratersee. Dieser ist aber eigentlich nur der Grundwasserspiegel. Alles in allem aber ganz schön cool, auf dem Rand eines Kraters lang zu laufen und einen ruhig daliegenden See zu gucken. Hinter dem Vulkan war vor allem ein kleiner Wald... Ein Wald! Sowas sieht man hier eher selten.
Auf dem Heimweg hielten wir ganz spontan noch Irgendwo im Nirgendwo an. Denn da war eine Pferdekoppel. Und die Pferde standen direkt am Zaun! Die Chance nutzen Jonathan und ich und gingen ein bisschen Pferdies streicheln. Das eine hatte unterschiedlich farbige Augen.

Samstag war dann der letzte Tag unserer Tour. Die führte uns einfach nur die Straße Nr.1 in Richtung Süden. Und endlich gabs auch mal fast durchgehend Sonnenschein.
Auf unserem Weg hielten wir als erstes an einem kleinen Wollprodukteverkauf. Nebenan war auch gleich die Weide mit Schafen. Sehr netter Laden, nur leider echt nicht günstig. Ich bekam als vorträgliches Geburstagsgeschenk ein Strickset für Stulpen, da ich das lernen will. Mal gucken, was das am Ende wird.
Fast um die Ecke war dann der Urriðafoss, der voluminöseste Wasserfall Islands, er transportiert noch mehr Wasser als der Gullfoss. Welcher jetzt schöner anzusehen ist, kann ich nicht sagen.
Wir fuhren weiter zum berühmten Seljalandsfoss. Der Fluss Seljalandsá fällt dort knapp 60m in die Tiefe. Und man kann hinter ihn laufen. Durch den Sonnenschein konnten wir auch den Regenbogen in der Gischt sehen, aber da es so nass war, waren Fotos ziemlich schwierig zu machen. Aber der Anblick ist schon nicht schlecht.
Was aber eigentlich noch viel cooler ist als der Seljalandsfoss ist der Gljúfrabúi, nur 300m weiter weg. Da kann man nämlich entweder einen Felsen hochklettern und ihn betrachten, wie er in eine Höhle fällt, oder man geht um den Felsen rum, dort befindet sich ein großer Spalt durch den man in die Höhle kommt, wo der Wasserfall reinfällt. Es ist super nass darin, da sich die Gischt in der ganzen Höhle verteilt, aber das lohnt es sich echt! In einer Wasserfallhöhle zu stehen, wie oft erlebt man das!
Danach fuhren wir nochmal ein Stück zurück und schauten uns den Hafen an, von wo aus die Fähren nach Vestmannaeyjar starten. Das sind kleine Inseln vor der Südküste Islands. Die sollen wohl auch einen Besuch wert sein. Auf der Autofahrt hat teilweise durch die Sonne die Luft so sehr geflackert, dass die Inseln sich in der Luft gespiegelt haben.
Da es zu spät war, um noch bis nach Vík zu fahren und wir den Ort auch nicht unbedingt sehen mussten, entschieden wir uns für den Rückweg, da Jonathans Vater ja auch den Bus um 3 Uhr nachts nehmen musste und ein etwas kürzerer Ausflugstag sich anbot.
Auf dem Rückweg wollten wir eigentlich noch eine frei zugängliche Höhle anfahren, die Arnarker Höhle, aber die Straße endete in der einen Richtung in einer Sackgasse und als wir von der anderen Seite kommen wollten, war die Kieselstraße einfach zu unbefahrbar für unseren kleinen Suzuki. Also leider keine Höhle.
Aber da wir nun schon so einen Umweg gemacht haben, hielten wir gleich nochmal wieder am See Kleifarvatn im Süden von Reykjavík. Da liegt auch das geothermale Gebiet des Vulkansystems Krýsuvík. Zu Ostern haben uns die stinkenden Schlammtöpfe dort nicht interessiert, dieses Mal sind wir nochmal ein bisschen rumgelaufen. Das Farbenspiel dort ist echt interessant, der Geruch nur leider nicht so geil. Eigentlich kann man noch einen Berg hoch laufen, aber nach mehreren Tagen Reisen hatten wir nun dafür eher keine Lust mehr.
Nochmal einen Blick auf den See geworfen, der übrigens auch den Grundwasserspiegel zeigt, und dann ging es nach Hause.
Noch ein letztes gemütliches Abendbrot und dann hieß es Abschied nehmen. Aber es war schön, mal Heimatbesuch zu haben!

Blick in die Höhle vom Gljúfrabúi
Das war dann also unser Ausflug. Wir haben ausgesprochen viel gesehen für so kurze Zeit. Fühlte sich fast an wie eine ganze Woche reisen als nur 3-4 Tage!
Weitere Fotos folgen in Kürze, wir mussen nur leider Fotomaterial von 2 Kameras durchforsten. Aber diesen ellenlangen Text muss man ja auch erstmal sacken lassen.

Eine Bitte habe ich aber noch an euch:
Wenn ihr Island besucht, dann haltet euch an die Schilder und Wege. Die Natur ist so schön und so oft sind irgendwo Trampelpfade, die nicht sein sollten. Auch haben wir viel zu viele Menschen die Absperrungen überschreiten sehen, einfach nur für ein besseres Foto. Oder in Þingvellir, wo Tonnenweise Geld im Wasser liegt, trotz den Schildern, dass zu unterlassen. Diese Schilder haben ihren Grund. Islands Natur ist einzigartig und muss geschützt werden. Also, falls ihr Island besucht, schützt die Natur. Schöne Fotos bekommt man auch hinter der Absperrung.



Einen schönen Wochenstart wünschen wir euch!
Laura und Jonathan