wir melden uns wieder aus dem bewölkten und regnerischen Island zurück.
Die Kinder in meiner Kindergartengruppe fangen an, immer mehr zu reden, was sehr angenehm für mich ist. Ich werde nämlich jetzt mal langsam etwas herausgefordert mit meinen Isländischkenntnissen. Auch mit den Erziehern unterhalte ich mich (wenn möglich) auf Isländisch. Natürlich klappt das nicht so ganz, deshalb ist es ein Englisch-Isländisch-Mix, der bisher aus etwa 20-30% Isländisch und 70-80% Englisch besteht. Aber ich arbeite daran, diese Diskrepanz zu verkleinern, wenigstens vielleicht auf 50/50.
Der Junge, der schon längere Zeit Anpassungsprobleme und gewalttätige Tendenzen hatte, hat sich letzte Woche selbst übertroffen. Er hat eins der anderen Kinder gewürgt. An sich schon fast nichts Besonderes mehr, das macht er schon recht häufig. Aber dieses Mal hat er so doll zugedrückt, dass das andere Kind nicht mal mehr schreien konnte, sondern nur Röcheln. Zum Glück ist uns das Röcheln aufgefallen, sonst wäre vielleicht wer weiß was passiert. Es wurde mittlerweile auch eine Psychiaterin eingeschaltet, die soll ihm jetzt ein wenig helfen, das zu unterbinden. Dennoch ist er so lang tendenziell eine Bedrohung für die anderen Kinder, was die Chefetage nicht so ganz einsehen will. Auch die Eltern der ganzen Anderen wissen von nichts.
Aber nun zu einem schöneren Thema:
Es gab eine Parade in Reykjavík!
Eine Multi-Kulti-Parade! (die hieß tatsächlich so)
| Der Bürgermeister und eine kleine Ansprache vorab |
Einige wenige europäische Länder waren auch da, aber nicht eine Deutschlandflagge. Naja, Touristen nehmen eben keine Flaggen mit. Und wir haben auch erst am Treffpunkt drüber nachgedacht.
Das Video ist leider wieder nicht so gut geworden, Blogger scheint Videos nicht sehr zu mögen...
Ein paar kurze Fakten zu Islands Polizei:
Kein isländischer Polizist trägt eine Handfeuerwaffe mit sich, nur einen Schlagstock, Pfefferspray und Handschellen. Trotzdem haben alle eine Ausbildung genossen im Umgang mit Feuerwaffen, da in den abgelegeneren Gebieten Waffen in den Polizeiautos sind. Diese dürfen jedoch nur hervorgeholt werden in absoluten Notsituationen. Die Polizei in Island hat in der ganzen Zeit, in der sie besteht nur einen Menschen und 5 Eisbären erschossen.
Eine exzellente Idee, mal ganz am Rande, sehr weiterzuempfehlen!
Selbstgemachter Teig, selbstbelegt, super lecker.
Sehr netter Abend, definitiv. Dann hauten wir uns auch schon in die Kojen.
Ein schöner Tag ging zu Ende.
Heute wird ein eher fauler Tag, Laura strickt und malt, ich schreibe.
Apropos, Island wird langsam richtig grün! Die Wiesen und Bäume ergrünen und geben der Stadt ein ganz anderes Ambiente. Zusätzlich dazu wird es ja nicht mehr dunkel, in Kombination mit dem Grün sehr angenehm.
Bis dann vom großen, grünen Juwel des Atlantiks,
Laura und Jonathan
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen