Donnerstag, 24. November 2016

Teil 3: Imagine Peace

Am 9. Oktober wurde alljährlich der Imagine Peace Tower eingeschaltet, ein großes Friedensdenkmal in Form eines Riesenscheinwerfers in Gedenken an John Lennon. Daher leuchtet dieser Turm jedes Jahr vom 9. Oktober, seinem Geburtstag, bis zum 8. Dezember, seinem Todestag. Und das tat der Imagine Peace Tower dieses Jahr zum 10. Mal. Er soll bewusst machen, dass Frieden und Liebe das sind, was die Lebewesen dieser Erde zusammenhält.


Jedenfalls wollten wir uns das mal angucken. Also nahmen wir den kostenlosen Bus und die kostenlose Fähre auf die Insel Viðey vor Reykjavík. Die Bootfahrt wurde begleitet mit John Lennon Musik, besonders oft kam sein Song "Imagine". Wir mussten eine Weile warten, bis das Boot voll genug war und wir die 500m rübersetzen konnten. Aber dafür war es dann schon dunkel. Der Weg wurde nur durch ein paar Fackeln markiert, aber es reichte eigentlich schon den anderen Menschen zu folgen.
Vor dem Tower stand bereits ein Chor und hat Lieder gesungen.


Es nieselte immer Mal ein kleines bisschen. Aber allzu lange mussten wir nicht mehr warten. Ich machte ganz viele Fotos von Reykjavíks nächtlicher Skyline.
In der Ferne hörten und sahen wir das Stadion, hell erleuchtet zu dieser Tageszeit. Es stellte sich heraus, dass die Männer-Fußballnationalmannschaft dort grade die Türkei empfing. Die Türkei wurde vernichtend 2:0 geschlagen. Aber zurück zum Imagine Peace Tower..
Erst hielt der Reykjavíks Bürgermeister eine Rede. Dann gab es einen besonderen Gast, denn es war ja das 10-jährige Jubiläum. Also kam die Frau, die erst die Idee für das Ganze hatte: Yoko Ono. Da wir leider nicht direkt neben der Bühne standen, war es echt schwer, sie zu sehen, da sie echt klein ist. Durch das Mikro konnten wir aber zumindest auch ihre Rede hören.

Und dann wurde der Tower erleuchtet.



Im Anschluss gab es noch ein Konzert in einem kleinem Haus, wo es auch Kaffee, Kakao und Hot Dogs gab. Und einen von mehreren "Wunschbäumen". Man schreibt einen Wunsch auf einen Zettel und hängt ihn an diesen Baum. Dann wird er wahr. So sagt man zumindest. Wir haben es natürlich
ausprobiert, mal sehen was daraus wird.


Außerdem lagen dort überall Buttons herum mit den Worten "Imagine Peace" in allen möglichen Sprachen. Genau als wir gingen, wurde nochmal nachgefüllt und ich nutzte die Chance, nochmal einen deutschsprachigen zu ergattern. Eigentlich hatte mich jemand aus meiner Gruppe gesehen, als ich wieder raus kam, waren aber alle weg. Ich wusste nichtmal, ob sie jetzt noch auf den Hügel daneben sind oder nicht. Also stiefelte ich einfach zurück zur Fähre, dem eigentlichen Plan folgend. Ich versuchte Jonathan anzurufen, aber der ging nicht ans Telefon. Naja, im Endeffekt befanden wir uns auf einer kleinen Insel, irgendwann findet man sich schon wieder.
Bei der Fähre war eine laange Schlange, aber auch die andern Freiwilligen waren da! Glück gehabt. Jonathans Gesprächspartner fand es recht witzig, dass er mich vergessen hat. Aber niemand hatte es in der Dunkelheit mitbekommen. Tja :D


Jonathan und Laura

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